Verein der Mutterkuhhalter Waldeck-Frankenberg

Erzeugerrichtlinien

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Wer bei der Vermarktung oder Werbung seine Mitgliedschaft im Verein der Mutterkuhhalter Waldeck-Frankenberg anführt, verpflichtet sich diese Richtlinien einzuhalten. Die Kontrolle erfolgt durch eine neutrale Kontrollstelle, wie die ABCG (Agrar- Beratungs-und Controll GmbH Alsfeld ) oder die EG Bio-Kontrolle für Tiere.

Haltung

  1. Die gesamte Erzeugung ist grundsätzlich auf höchste Fleischqualität und tiergerechte Haltung ausgerichtet.
  2. Mutterkühe können den Zweinutzungsrassen oder Fleischrinderrassen angehören.
  3. Die Kälber müssen während der gesamten Laktationsphase Milch an der Mutter saugen können. 
  4. Während der Vegetationszeit ( Frühjahr bis Herbst ) muß den Tieren Weidegang angeboten werden.
  5. Im Winter sollten die Tiere vornehmlich in eingestreuten Laufställen mit einer Mindestfläche von rund 5 m2 pro Kuh gehalten werden. Für Kälber muß ein eingestreuter Bereich zur Verfügung stehen
  6. Ammenkuhhaltung ist im Verein ausgeschlossen.

Fütterung

  1. Das Winterfutter besteht aus einwandfreiem Grundfutter ( Heu, Silage, Stroh usw. ) und gegebenenfalls einem Beifutter ( beispielsweise Getreide aus heimischem Anbau ) und Mineralfutter
  2. Kälber erhalten zusätzlich zur Muttermilch die Möglichkeit gutes Grundfutter nach Bedarf aufnehmen zu können
  3. Die Sommerfütterung besteht neben der Muttermilch aus frischem Weidegras und zusätzlich, je nach Bedarf, auch aus Rauhfutter, Beifutter und Mineralfutter .
  4. Die Verfütterung von Tierkörpermehl und Leistungsförderern ist verboten. 

Gesundheit

  1. Durch ein optimales Haltungssystem sollen Erkrankungen und Parasitenbefall im voraus vermieden werden
  2. Prophylaktischer Medikamenteneinsatz ist ausgeschlossen. Ausgenommen sind Tollwutimpfungen sowie Wurmkuren
  3. Notwendige Vorsorgeuntersuchungen sowie Behandlungen sind grundsätzlich mit einem Tierarzt abzustimmen
  4. Alle Tiere sind gemäß Viehverkehrsordnung unverwechselbar zu kennzeichnen.
  5. Bei Medikamentengabe ist die doppelte Wartezeit einzuhalten. Der Einsatz ist zu dokumentieren.

Transport und Schlachtung

  1. Streß und Leiden bei Transport und Schlachtung sind grundsätzlich zu vermeiden.
  2. Der Transport der Tiere zur Schlachtung erfolgt nur einzeln oder in kleinen gemeinsam gehaltenen Gruppen mit für diesen Zweck zugelassenen, tiergerechten Transportmitteln, die den gültigen Unfallverhütungsvorschriften entsprechen. Der Transport beschränkt sich in der Regel auf wenige Kilometer bis zum ortsansässigen Schlachter. Transportwege sind möglichst kurz zu halten . Die Be- und Entladung der Tiere erfolgt schonend, streßfrei und ohne Einsatz von Elektrotreibern und/oder Schlagstöcken.
  3. Die Schlachtung erfolgt streßfrei und tiergerecht. Auch hier darf keine Vermischung mit fremden Tieren erfolgen.
  4. Die Fleischbehandlung ist von Anfang an auf höchste Qualität auszurichten. 
  5. Eine angemessene Reifezeit unter optimaler Kühlung ist zu gewährleisten ( je nach Alter des Tieres und nach Schlachtverlauf bis zu 3 Wochen

Diese Richtlinien wurden von der Mitgliederversammlung am 21. Februar 1997 beschlossen.

Die Rindfleischetikettierung erfolgt nach dem HVL-System und wird durch die ABCG Kontrollstelle kontrolliert.


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E-Mail Adresse: info@m-wf.de Adresse im Internet: http://www.m-wf.de/richtl.htm